Anzeige

 

Das Crème brûlée Interview

Heidi Haller 
Hypnose- und Psychotherapiepraxis

Die medizinische Hypnose & Psychotherapiepraxis von Heidi Haller ist seit über 10 Jahren spezialisiert auf dem Gebiet der Reduzierung von Schmerzen, Ängsten, Zwängen, Traumata, Gewichts-, Rauch- und Alkoholproblemen, Asthma, Neurodermitis, Allergien, Schwindel, Migräne, Schlafstörungen, Burnout, Leistungs- und Lernblockaden. Auch für Kinder und Jugendliche.
Für viele Menschen ist das Thema Hypnose noch sehr schwer zu greifen.
Wir haben daher bei Heidi Haller einmal nachgefragt, wie Hypnose fuunktioniert.

Funktioniert Hypnose bei jedem Menschen?
 

Ja, denn Hypnose ist kein - wie immer wieder falsch interpretiert wird – Schlaf, sondern ein schöner Entspannungszustand – wir nennen es Trance, in der dem Unterbewusstsein Vorschläge und Suggestionen gegeben werden, das „Problem“, mit dem der Patient zu uns gekommen ist, zu verändern und aufzulösen. Es gibt allerdings zwei Ausnahmen: Schmerzpatienten „schlafen“ tief und fest, weil der Körper, der Organismus sich komplett erholen muss, um die Veränderungen anschließend umsetzen zu können. Und auch Kinder „schlafen“ und trotzdem geschehen die Veränderungen und sie schreiben z.B. ab sofort gute Zensuren, weil das dem Unterbewusstsein von uns so mitgeteilt wurde.

Jeder Mensch, der Hypnose erleben möchte, ist auch hypnotisierbar. Lediglich der Trancezustand ist unterschiedlich – die meisten Patienten gehen in eine tiefe Entspannung, andere nur in eine leichte Entspannung. Einige hören immer meine Stimme, andere nur ab und zu und diejenigen, die schlafen, hören auch meine Stimme nicht – jeder dieser Trancezustände ist absolut in Ordnung, denn in jedem Zustand geschehen bei jedem Patienten positive Veränderungen. Und jeder Patient bestimmt immer selbst, wie tief er sich fallen lassen möchte. Egal, wie tief der Entspannungszustand ist – das Unterbewusstsein hört immer meine Worte, speichert sie ab und sorgt dafür, dass die Dinge so geschehen, wie sich der Patient das wünscht.

 

Viele haben Angst vor einer Hypnose. Ist der Patient dem Hypnotiseur ausgeliefert?
 

Nein, warum auch? Während einer Hypnosetherapeutischen Sitzung kann ohne Einverständnis des Patienten niemand etwas „suggerieren“ oder „befehlen“. Das ist auch nicht die Aufgabe der medizinischen Hypnosetherapie. Wir wollen dabei helfen, dass das Leben in jeder Hinsicht wieder positiv erlebt wird und möchten dazu Bedingungen herstellen, die dem Patienten eine kreative Problemlösung ermöglicht. Ich weiß, dass viele Menschen Angst haben während der Hypnosesitzung „die Kontrolle zu verlieren“, etwas „in den Kopf eingetrichtert zu bekommen“, oder dass der Hypnosetherapeut „Macht über sie ausüben könnte“.

Nun frage ich einmal ganz provokativ: über was haben wir denn überhaupt die Kontrolle?

Über unseren Körper? Sorgen wir dafür, dass unsere Lunge einwandfrei funktioniert, unser Herz optimal arbeitet, alle Organe in unserem Körper tadellos funktionieren? Oder denken wir darüber nach, wie viele und welche Muskeln wir aktivieren müssen, wenn wir nur aufstehen wollen? Wer hat dann hierüber die Kontrolle? Wenn wir Schmerzen haben und diese nicht abstellen können – haben wir dann die Kontrolle? Wenn wir erschöpft sind und die Leistung nicht mehr wie früher erbringen – haben wir darüber  Kontrolle?

Oder über unsere Gedanken? Wenn wir nörgeln, mäkeln, nur noch negativ denken, zu lange traurig sind und weinen – haben wir dann die Kontrolle? Wenn wir wütend sind oder schreien – haben wir dann noch die Kontrolle über unser Verhalten? Wenn wir Ängste und Panikattacken haben – haben wir dann noch die Kontrolle über unseren Körper und unsere Handlungen? Wenn wir viel zu viel essen oder  zuviel Alkohol trinken – wer hat dann die Kontrolle über unseren Körper?

Vielleicht haben Sie sich damit schon beschäftigt und wissen es bereits: genau - unser Unbewusstes. Es hat die Kontrolle über unser komplettes vegetatives System, über unsere Emotionen, Gedanken, Handlungen und Taten. Und zwar zu 85 %, lediglich nur  10 % macht der Mensch bewusst, 5 % sind reine Motorik – alles andere geschieht unbewusst.... genauso wie wir unbewusst  Autofahren – wir fahren alle immer in Trance – oder wir einfach schwimmen, Fahrradfahren, Laufen, Tanzen – ohne darüber nachzudenken, wie es geht.... wir tun es... unbewusst, weil die Fähigkeit, eine Trance zu entwickeln, angeboren ist.

Damit ist eigentlich die Frage über den „Kontrollverlust“ ziemlich ausgehebelt, aber für die Zweifler: die bewusste Kontrolle (10 %) bleibt in der Hypnose – also der Trance – auch erhalten.

 

Was unterscheidet die „echte“ Hypnose von der Show-Hypnose?
 

Die medizinische Hypnosetherapie ist – wie der Name schon sagt – eine therapeutische Behandlung, die seit vielen Jahren wissenschaftlich anerkannt ist und weltweit auch bei vielen Erkrankungen erfolgreich eingesetzt wird. In Frankreich, Dänemark und USA finden mittlerweile viele langwierige Operationen nur unter Hypnose statt, um die für viele Menschen schädliche Anästhesie zu umgehen. Der Vorteil dabei ist, dass der Patient sofort nach der OP ansprechbar ist, die Heilung und damit der Krankheitsverlauf wesentlich besser und schneller geschieht. Ich selbst habe so eine Operation einmal als Hypnosetherapeutin begleitet und war fasziniert über das Ergebnis.

Der Unterschied zwischen einer Show-Hypnose und einer Hypnosetherapie ist, dass die Menschen, die zu einer Show-Hypnose gehen, Spaß erleben wollen. Sie wollen wissen, ob das auch bei ihnen funktioniert und sie wollen diesen tollen Zustand erleben! Aber auch dabei gilt: wenn sie es erleben wollen, geschieht es auch. Wer Angst hat, geht nicht auf die Bühne - und bei denen es nicht funktioniert, die waren vielleicht noch nicht bereit oder die Suggestionen waren nicht die richtigen. Und auch in der Show-Hypnose geschieht alles immer mit dem Einverständnis der betreffenden Personen oben auf der Bühne.. sie wurden vorher darüber informiert, was alles in der Show geschehen wird – und sie wollen genau das erleben!

 

 

Wie gelingt es dem Therapeuten, psychische Störungen durch die Hypnose zu heilen?
 

Erst einmal vorweg: verantwortungsbewusste Hypnosetherapeuten „heilen“ nicht, sondern helfen therapierend bei der Aufarbeitung oder Bearbeitung der gewünschten Themen, wobei die Hypnose ein ganz natürlicher Entspannungszustand ist, der täglich mehrmals ganz von selbst geschieht. Sie ist ein dem Schlaf verwandter Zustand, ein Bewusstseinszustand zwischen Wachen und Schlafen. Die Körperfunktionen sind herabgesetzt, der Herzschlag sinkt, der Sauerstoffverbrauch geht zurück und der Blutdruck wird gesenkt. Die geistigen Funktionen jedoch werden aktiviert.

Dadurch, dass Körper und Seele vollkommen entspannt sind, geschehen tiefgreifende Wirkungen auf den gesamten Organismus. So wird es auch möglich, sich von Stress und Ängsten zu befreien. Hypnose ist immer dann angesagt, wenn etwas im Leben des Patienten verändert werden soll und dafür Unterstützung benötigt wird.

Einen bedeutend hohen Wert hat die Hypnosetherapie deshalb bei vielen verschiedenen Krankheitsbildern, wie z.B. bei psychosomatischen Störungen, Ängsten, Essstörungen, Schmerzen, Schlafstörungen, Süchte, denn in einer hypnotischen Trance erfolgt eine hohe Aktivität von Alphawellen und das ermöglicht eine „Brücke“ zwischen bewusstem und unbewusstem Denken und Empfinden. Der Patient wird also sozusagen dazu befähigt, sein unterbewusstes Handeln und seine bewussten Wünsche in Einklang zu bringen.  Und in diesem Zustand ist eine Steigerung der Problemlösefähigkeit sowie viel mehr Kreativität möglich, um Dinge aufzuarbeiten, zu verändern oder aufzulösen, die belastend sind, wozu auch psychische Störungen wie z.B. Depressionen, Stress/Burnout, Borderline-Syndrom, ADHS, Bulimie, Anorexie, Panikstörungen, Posttraumatische Belastungsstörungen und Traumata gehören.

Und genau dazu ist der Zustand der hypnotischen Trance wichtig. Der Therapeut wird dabei keine Lösungen vorgeben, sondern in der Trance Suchprozesse auslösen. Es kann dabei auch sinnvoll sein, sich in die Zukunft hineinzuversetzen, z.B. um eine schwierige bevorstehende Situation in der Vorstellung zu bewältigen oder sich vorzustellen, diese bereits bewältigt zu haben. Denn jede Vorstellung, jeder Gedanke gibt dem Unterbewusstsein ein genaues Bild davon, was der Patient erreichen möchte.

 

 

Kann Hypnose auch Patienten helfen, die schon sehr lange unter ihren Symptomen leiden?
 

Viele Patienten kommen zu uns, weil Ihnen niemand mehr helfen kann, weil sie „austherapiert sind“ und die Schulmedizin nicht mehr weiter weiß. Viele verantwortungsbewusste Ärzte schicken sogar ihre Patienten zur Hypnosetherapie, weil sie um die wissenschaftlich anerkannte Wirksamkeit der Hypnose bei vielen Krankheitsbildern wissen.

Und wir können fast immer helfen, so wie ich die vorherige Frage bereits beantwortet habe, weil in der Hypnosetherapie andere Dinge geschehen, die wir nicht beeinflussen können. Natürlich gibt es leider auch – dem Himmel sei Dank – einige wenige Fälle, in denen auch wir nicht vollkommen helfen, aber zumindest für eine wesentliche Linderung der Symptome sorgen können.

Diese tiefgreifenden Veränderungen geschehen nur in der Hypnosetherapie und sind auf anderem Wege nicht möglich. Denn nur in der Hypnose können wir mit dem Unterbewusstsein arbeiten und ihm sagen, dass der Patient diese Symptome nun nicht mehr benötigt, weil die Ursachen, die darunter verborgen waren, nun aufgelöst sind. Dann beginnt der Weg der Freiheit....

Es sollte einfach jeder einmal ausprobieren – und er wird überzeugt sein!

 

logo_creme_brulee-weiss.png

Werbeagentur JPZ, Am Bahnbrink 8a, 31655 Stadthagen, Telefon 05721 - 93 88 210, info@agentur-jpz.de

START  I  KONTAKT  I  IMPRESSUM  I  DATENSCHUTZ

© 2020 by Werbeagentur JPZ
 

  • facebook